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Thomas C. Brueck (The Voyager Project)
Liebes EC Team, Marlene, Frank, Hans-Hermann, Mike, Lutz und all die
Anderen, die 'Reformation' des Electronic Circus ist schon eine durch
und durch voll gelungene EC-Revolution!!!
Ob es die Auswahl der auftretenden Acts, die dynamische und oft
beatige music, die bunte und schillernde Show des EC selbst (topp
Licht!!!) und der einzelnen Acts mit ihren z.T. seeeehr ausgefallenen
Outfits, die Sketche, der intensive und sehr gute Sound, die wirklich
rappel volle Location!!!, oder das völlig begeisterte Publikum
(anders kann ich denn lang anhaltenden und oft tosenden Applaus nicht
nennen) ist, selten haben wir auf einem EM Event so der massen
abgerockt.
Es war DAS EC Event und ich/wir können sagen, dass diejenigen die aus
irgendeinem Grund nicht in Gütersloh dabei waren wirklich was
verpasst haben (und das ist kein blabla)!!!
Der EC 2013 wirkt noch immer nach!!!
Bernhard Popp
Thomas, ich kann Dir nur zustimmen!! SUUPER EVENT! Ich bin ja EC-Neuling.. und ich fand's űberwältigend! Glückwunsch Petra nochmal und bis bald an alle!!!
Winfried Wiesrecker
EIN WAHNSINNS FESTIVAL!!! Tolle Musiker- Leute vom EC: Ihr habt ein goldenes Händchen für Sowas! DANKE!
Sylvia Sommerfeld
Hallo ihr 2 Beiden! Wollt mich nur ganz herzlich für den wunderschönen EC gestern bedanken. Habe ja nur das Rother-Konzert komplett miterlebt, doch das allein war schon für mich DAS Highlight. Es war das Beste, was ich seit Langem gehört habe.
Danke, dass ihr das möglich gemacht und Michael zurück auf die Bühne geholt habt. Bis bald!
Herzliche Grüße aus WAT nach OWL
Sylvia
Stefan Erbe
Jane Caley (Vile Electrodes)
Harald Nies (Pyramid Peak)
War ne ganz gross,tolle Sache, Glückwunsch
Frank Mäker
HALLO IHR LIEBEN VERANSTALTER VOM ELECTRONIC CIRCUS. MIT DER GESTRIEGEN VERANSTALTUNG HABT IHR EUCH SELBST DIE KRONE AUF EUER HAUPT GESETZT.SUPER STIMMUNG, TOLLE VERANSTALTER, SUPER MUSIKER UND NETTE LEUTE AN DEN VERKAUFSSTÄNDEN.
WAS KANN NÄCHSTESMAL BESSER LAUFEN? MEHR SITZPLÄTZE, DAMIT MAN SICH NICHT SCHON NE HALBE STUNDE VORHER VOR DIE TÜR STELLEN MUSS.
ODER PLATZKARTEN VERKAUFEN, WER ZUERST KOMMT BEKOMMT AUCH DEN BESTEN PLATZ.
TROTZDEM BESTE VERANSTALTUNG DES JAHRES.
Kathrin "Matzumi" Manz
Wow, war das spektakulär gestern auf dem EC. Das war Leben, das war Fun, das war Action. Super, einfach klasse. Nur so weiter. Wie immer verging die Zeit viel zu schnell. Aber nach dem EC, ist vor dem EC, gelle? Der Abend endete mit Standing Ovations. Ich fand den Abend sensationell. Das war so genial, hahahahaha und die Bude rappelvoll. So muss dat !
Thomas Wawrzyniak
Dieser EC wird auch wieder dazu beitragen dass das Wohlgefühl uns noch Wochen danach trägt! Es war wieder große Werbung fürs kommende Jahr. Erst wieder bei Winnie und dann den EC !!! Macht weiter so denn ohne Risiko geht heutzutage auch kaum noch was! Und jetzt mal ehrlich ? Das was geboten wurde hat meine Erwartungen mehr als nur erfüllt! Ich bin da mit einer Mischung aus völlig gechillt, gut unterhalten und megamässig geflasht rausgegangen! Das macht immer wieder Lust auf mehr !!! Und alle Acts hatten eins gemeinsam trotz der Vielfalt: electronic music! Ob mit oder ohne Gesang! Bombig!!! Weiter so!!!!
Auto-Pilot
We're back home... The EC in Gutersloh was brilliant from start to finish. All involved were brilliant. Rewind and place on loop please
Florent Lelong
Synthetic Association Helliojp (Management Florent Lelong)
Thank to all your team @electronic circus festival !
Axel Stupplich (Pyramid Peak)
Hi Frank, it was really fantastic and all of us enjoyed the day so much! Thanks to you and all of your Team for a great, great Job. Thanks to the guys which did an excellent light Show to our concert, it was amazing. Sound was great too and we look Forward to coming back next year as enthusiastic visitors
Adrian Collier (Auto-Pilot)
Home at last, had the best time ever in Gutersloh, what a night on saturday. Wonderful people + great new friends.
Shaun Herbert (Auto-Pilot)
It was an honour to meet you Frank and Hans and all the kind people who made us welcome at the EC
Axel Ernst
Schade, schon wieder alles vorbei. Schön wars. Freue mich auf Vol.7. Grosses Lob an die "Direktoren" Frank und Hans-Hermann sowie an alle anderen Organisatoren - ein absolut geleungenes Event !
Michael Wilkes
Auch von mir ein Dankeschön an die Macher, ganz große Klasse
Andreas Pawlowski
Ein tolles Festival! Das war ein klasse Tag! 5 (in Worten: fünf) Konzerte von hervorragenden Künstlern: Florent Lelong, Auto-Pilot, Pyramid Peak, Vile Electrodes, Michael Rother mit Hans Lampe - einfach nur grandios.
Stefan Kemper
Leider schon wieder zuhause. morgen geht´s in den Urlaub. Vielen Dank Euch allen, hat sich mal wieder absolut gelohnt. Bis zum nächsten Jahr-spätestens.
Alexandra Superbonita
Back home from a really fun afternoon/evening/night in Gütersloh at the Electronic Circus. Many thanks to Hans-Hermann Heß and Frank Gerber for organising this event. Thanks to Martin and Jane for being their usual vile selves . It was great to meet Jeffrey, who is now on his way back to HK. Big shout goes out to Remy and Michel, who taught John and me a lot about the Dutch..Oh, and great to see/hear Michael Rother *awesomeness*!!! *Alle* danken Frank und Hans-Herman.
Stephen Parsick ('ramp)
Ich bin dafür bekannt, daß ich immer was zu meckern habe, aber diesen zirkus habe ich gerne mitgemacht. vile electrodes haben gezeigt, daß hartware immer noch besser klingt als weichware -- und michael rother war endlich mal wieder ein würdiger hauptact, den ich noch *nicht* sonstwo gesehen hatte.
Gerd Wienekamp (Rainbow Serpent)
War wirklich ein ganz besonderer EC dieses Jahr!
Jan Tack
Great live performances; Michael Rother was most impressive!
Kunigunde Malcherczyk
Gestern bemi Electronic Circus dabei gewesen, ein tolles Erlebnis, Super Musik!!!
Jens-Hinrich Kruhl
Großartiges Finale beim electronic circus in der Weberei Gütersloh: Michael Rother (u.a. Ex Kraftwerk) feat. Schlagzeuger Hans Lampe (Ex La Düsseldorf) mit klasse Musik von NEU! und Harmonia sowie einigen Solo-Stücken! Hab die drei Konzerte ab 18:00 Uhr auch als abwechslungsreich und absolut hörenswert erlebt.
Fred Esser
War das ein tolles Event, den letzten Akt musste ich leider wegen der Heimfahrt ausfallen lassen , bin jetzt Zuhause, Glücklich und Zufrieden und sehrrrrrrrrrrrrr müd
Fred Fahrenberg (Macher des Goa-Trance-Festivals Stemwede)
tolle auftritte, super abwechslungsreiche Auftritte, tolles Publikum aller altersklassen, toller Schlagzeuger, der die musik schweißtreibend immer weiter treibet.....und schön dich mal wieder getroffen zu haben Jens!!!!!!!!!!!!!!!!! Um halb drei waren wir dann auch zuhause
Norbert Zumdiek
was für ein tag / abend / nacht ... gestern / monat/ jahr
eindrücke gewonnen , liebe menschen getroffen , cd´s erworben ( aber wenige )
danke wiedermal an`s ganze !!! team ein wirklich toller EC 2013 !!!
ach ja ..... ein wenig werbung sei erlaubt am 25.10. gibt´s ne musikalische nachbetrachtung bei den underground ÄxpÄrten ab 22 uhr
Mick Garlick
Thanks guys for an amazing day. It was great to see you took the gamble of introducing a synth pop act, Everybody I think, were impressed by their sheer professionalism and stage presents
Wolf Red
I agree Hans and Frank it was a fantastic Saturday !!!!!!!!! Thank you so much for the event
Phil Booth
Top weekend guys. The risk was well worth it.
Liz Zimmermann
Genialer Nachmittag und Abend - in Erinnerungen an die 70 - 80 Jahre. Rhythmus, Emotionen vom Feinsten ...
Stefan Schulz (Empulsiv / Syndae)
Andreas Bartsch
Bernd "Moonbooter" Scholl
War ein schöner Tag bei Euch. vielen Dank !
Manuela Niehaus
Kompliment für ein tolles Festival !!!
Alessandro Ghera (Italien)
Your evening was wonderful. Glad being partecipated in your event!
Jörg Erren
Vielen Dank für ein tolles Festival!
Johan Geens (Venja)
Hans-Hermann, Frank and team: you have made a terrific Electronic Circus this year, thanks a lot!!
Grit Cheraka
Das war mal eine neue erfahrung.... aber keinesfalls eine schlechte.....bloß eine bitte evt. für das nächste mal...... weniger stühle!!
Ron Boots (E-LIVE, E-DAY)
We had a great time yesterday at the Electronic Circus festival.
Great music, atmosphere and a lot of nice chats.
Everybody who was not there missed a great day of Electronic Music with some
beautiful (literally) treats. Highlight for me was Vile Electrodes.
Not only a gorgeous woman on stage but the music was also great!!
Thnx to the Electronic Circus team for another great day of Electronic music!
Yesterday at electronic Circus this band Vile Electrodes amazed me. I loved every bit I saw (yes every bit:-) Check them out if you love electronics but are not affraid of some vocals.
I think this was they best EC todate keep up the good job guys
Andreas Pawlowski
Wenn für die Relevanz, für den Rang eines Festivals die Anzahl der Neuveröffentlichungen von CDs ein Maßstab ist, dann gebührt dem Electronic Circus (EC) einer der ersten Plätze. Eine große Zahl auch namhafter Künstler nahm die 6. Ausgabe des EC, der wiederum in der Weberei in Gütersloh stattfand, zum Anlass, ihr neuestes Album der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Aber auch ohne diesen Umstand ist der EC neben E-Live und E-Day mittlerweile ein Festival mit Weltrang, und das mit Recht. Allein die Tatsache, dass ein Künstler wie Michael Rother dort auftritt, belegt meiner Meinung nach diese Ansicht. Trotz der Bedeutung in der Welt der Elektronischen Musik hat sich der Circus seine fröhliche, familiäre Stimmung bewahrt.
Nachdem die Organisatoren im Laufe der Vorbereitungen zitterten, ob die Weberei als Ort des Geschehens bestehen bleiben würde, und ob auch genügend Besucher kommen würden, lösten sich die Sorgen für diesen Tag in Wohlgefallen auf. Die Weberei zeigte sich mit partiellen Umbauten und neuem Anstrich dem Andrang bestens gewachsen. Und das Wort Andrang habe ich nicht zufällig gewählt. Den Konzertsaal habe ich noch nie so gut gefüllt gesehen. Es waren bei allen Konzerten nur ganz wenige Plätze frei – oder gar keine, wie ich auch mal feststellen musste. Immer gab es nämlich ebenso Musikfreunde, die den Auftritten stehend lauschten.
Natürlich, man kennt sich, zumindest in weiten Teilen unter den regelmäßigen Festivalbesuchern und Konzertgängern. Man freut sich über die vielen Gesichter, die einem vertraut sind. Genauso aber sind da in Gütersloh die anderen, die noch nie zuvor dabei waren, und nun ihre Ohren in Richtung EC wenden, angezogen von dem bekanntesten und größten Namen auf den Ankündigungsplakaten: Michael Rother. Oder aber gelockt von den Namen, die den der EM-Szene schon lange verhafteten Musikliebhabern bislang verborgen blieben. Denn auch das ist ein wesentlicher Teil des Circus: Er öffnet neue Musikwelten oder weitet die musikalische Welt vieler Festivalbesucher. In diesem Jahr ist das besonders eindrucksvoll gelungen mit dem jungen Franzosen Florent Lelong und mit den beiden aus England stammenden Formationen Auto-Pilot und Vile Electrodes. Letztere waren auf der jüngst stattgefundenen Tournee von Orchestral Manoeuvres In The Dark (OMD) im Vorprogramm aufgefallen.
„Öfter mal was Neues“ war denn auch das Motto, unter das zwei der Verantwortlichen, nämlich Hans-Hermann Hess und Frank Gerber, den Electronic Circus 2013 bei der Begrüßung stellten. Ebenfalls neu war der Rekord für die weiteste Anreise eines Besuchers: Für den EC 2013 kam ein EM-Fan aus Hongkong nach Gütersloh in die Alte Weberei.
Nun wurde es Zeit für neue Musik. Als erster durfte Florent Lelong auf die Bühne. Frank Gerber kündigte ihn u. a. als „Rampensau“ (was hier mit großer Sympathie geschah) an. Außerdem würde er oft mit seinem Landsmann Jean-Michel Jarre verglichen, musikalisch wie auch äußerlich. Nun, den Vergleich mit Jarre kann man ziehen, muss man aber nicht. Äußerlich halte ich das für naheliegender als musikalisch. Dass Florent Lelong die Bühne rockt, das kann ich allerdings uneingeschränkt bestätigen! Es gab freundlichen Applaus, als Florent mit seinen drei Begleitern (ein Musiker an den Tasten, ein Gitarrist und ein Schlagzeuger) die Bühne betrat. Im Laufe der Zeit steigerte sich der Applaus, bis er am Ende des Konzerts nur noch als frenetisch beschrieben werden kann.
Ähnlich wie vor einigen Jahren Glenn Main Henriksen, schlug an diesem Herbsttag in Gütersloh Florent Lelong ein wie eine Bombe. Seine Musik war voller Power, rockig mitunter, sehr melodiös. Deutlich wurde während des Auftritts, dass ab und an die Sounds um ihrer selbst willen wichtig sind. Die Melodien wirkten manchmal – ohne das nun abwertend verstanden wissen zu wollen – etwas einfach, aber das Arrangement, das Zusammenspiel der Band war grandios! Wie in einigen Tracks zu hören war, hinterließen auch die 1980er Jahre ihre musikalischen Spuren in der Musik Lelongs.
Sein Konzert bot mitunter starke Kontraste. Beispielsweise, wenn im einen Stück eine maxxessartige, rockige E-Gitarre fetzte, und im nächsten Moment die Zuschauer mit einem wunderschön melodiösen und verträumten Titel verwöhnt wurden. Ab und an nutzte Florent einen tragbaren Synthi und setzte sich damit vorne auf die Bühne. In anderen Fällen nutzte er dasselbe Gerät, um eben „die Rampensau rauszulassen“.
In einem einzigen Fall bediente sich Florent bei einem anderen Komponisten: „Vivaldi“ hieß der Track, in dem er Elemente aus „Die vier Jahreszeiten“ von eben dem titelgebenden Antonio Vivaldi verwendet. Eine gelungene, eigenständige und schöne Version.
Es ist wohl kaum nötig zu erwähnen, dass ein solches Konzert nicht ohne Zugabe enden konnte. Wie ein Flummi wirbelte Florent dabei noch einmal über die Bühne – passend dazu war das noch ein mitreißendes Stück, welches ein ebensolches Konzert würdig abschloss.
Dieses Energiebündel namens Florent Lelong mitsamt seinen Begleitern war ein absoluter Glücksgriff für den Electronic Circus. Das war ein erstklassiger Start für dieses Festival und eine großartige Entdeckung.
Nach der dann folgenden Pause, in die nicht nur ich mit einem sehr fröhlichen Gesicht ging, erwartete die Circus-Besucher wieder Neues: Auto-Pilot. Das sind zwei Musiker aus England, Shaun Herbert und Adrian Collier, die in der EM-Szene eher unbekannt waren – bis zum 6. EC. Die beiden sind auch keineswegs die „typischen“ Elektronikmusiker, wie sie bei den meisten EM-Festivals aufzutreten pflegen. Irgendwo zwischen EM, Alternative und etwas dunkler eingefärbtem Elektronikpop würde ich ihren Stil beschreiben wollen. Lange Zeit war die Bühne nur in blaues und ein wenig grünes Licht getaucht, was mit der vielfach melancholisch wirkenden Musik bestens harmonierte.
Ein deutlicher Kontrast zu Florent Lelong war gegeben; Auto-Pilot haben, obwohl viele der Titel instrumental waren, eben auch „richtige“ Songs im Programm. Während des Konzerts herrschte bei mir der Eindruck vor, dass Gesang jedoch nicht die Hauptsache bei den Tracks war. Das mag auch an dem Mix gelegen haben, denn auf den CDs ist der Gesang viel deutlicher zu hören. Gestört hat mich der Umstand keineswegs. Denn ohnehin machten die beiden die Art von Musik, bei der ich nicht unbedingt auf die Idee komme, genau auf die Texte zu achten – was in meinem Verständnis für die Musik spricht. Manchmal fühlte ich mich bei Auto-Pilot an Moby erinnert. Von letzterem kenne ich nicht besonders viel, aber womöglich ist Moby der Künstler, mit dem ich Auto-Pilot am ehesten vergleichen könnte.
Ein wesentliches Element der Auto-Pilot-Stücke ist der Rhythmuspart mit den (elektronisch erzeugten) Drums. Die Tracks haben, obwohl sie nicht sonderlich schnell sind, ganz schön Druck. Streckenweise haben die Werke der beiden Engländer „Club-Atmosphäre“, ohne gleich in eine Techno-Ecke abzudriften.
Im Verlauf des Konzerts wurde die Bühne auch schon mal heller, und die Projektionen auf der Leinwand bekamen eine mehr naturalistische Note. Diese naturalistische Note äußerte sich auch durch die Klänge einer Gitarre, die sich der Sänger Adrian Collier für einzelne Songs umhängte, und ging einher mit entsprechender Einfärbung der dargebotenen Lieder.
Zwei Alben haben Auto-Pilot bislang herausgebracht, das zweite war punktgenau zum Electronic Circus fertig. Und viele der beim Konzert gespielten Stücke blieben mir gut im Gedächtnis haften, so dass das Wiederhören von CD eine feine Sache bleibt.
Florent Lelong hat die Herzen im Sturm erobert, das war auch deutlich zu merken. Mich persönlich hat am nachhaltigsten von den „Neuen“ aber wohl Auto-Pilot beeindruckt.
Etwas Besonderes hatten die Organisatoren mit der nächsten Band ausgeheckt. Mit einem großen Tuch wurde ein Teil der Bühne verdeckt, und „Dr.“ Frank Gerber – stilecht mit Stethoskop und im Arztkittel – rief „Schwester Hannelore“ zu Hilfe. Gemeinsam bereiteten sie das Publikum auf die „Anatomy“ vor, das beim folgenden Konzert den „Operationen“, vorgenommen von den „Chirurgen“ von Pyramid Peak, beiwohnte. Die drei Musiker waren entsprechend dem Cover ihrer neuen CD wie im Operationssaal gewandet und durch den Mundschutz kaum zu erkennen. Die „Operation“ am Synthesizer, an der sich Uwe Denzer, Andreas Morsch und Axel Stupplich versuchten, misslang offenbar, denn der „Patient“ wurde anschließend mit einem schwarzen Tuch verdeckt. Im Konzert erwiesen sich Pyramid Peak jedoch erwartungsgemäß nicht als Pathologen der EM, sondern vielmehr als erfolgreiche Ärzte, die die Lebensqualität unserer Lieblingsmusik weiter verbessern. Das gelang mit einer gesunden Mischung von Stücken der just erschienenen CD „Anatomy“, sowie älteren Pyramid-Peak-Titeln und Solowerken.
Den Auftakt bildete das Titelstück des neuen Albums mit einem längeren „Einstieg“, durchdringendem Bass und äußerst kraftvoller Entwicklung – Pyramid Peak pur! Als zweites folgte der Axess-Titel „Departure“ vom Album „Aviator“: Ein Stück mit hohem Wiedererkennungswert, beim EC auch passend illustriert mit Animationen von Flugzeugen. Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Band Pyramid Peak auch dieses Solostück von Axel Stupplich spielte. Gerade „Departure“ fügte sich auch prima in den Stil des Konzertes ein.
Geplant war ein Mitwirken des Gitarristen Maxxess (Max Schiefele) beim Pyramid-Peak-Konzert. Er war leider verhindert, aber in Harald Nies fand sich erneut ein vielseitiger, bestens präparierter, zuverlässiger und oftmals erprobter „Ersatz“. Es ist erstaunlich, wie oft Harald in der letzten Zeit recht spontan eingesprungen ist. Und nie war es ein Fehler, auf Harald Nies zu setzen! Das zeigte sich auch beim EC, wo Harald beim Track „Dark Energy“ in die Saiten griff. Dieses anfangs sehr ruhige Stück wurde optisch mit Bildern von Fluggeräten, Planeten und Kometen versehen. Die E-Gitarre setzte die melodischen Akzente auf der Basis von Synthesizerflächen. Dann plötzlich wurde die Gitarre rockiger und eine Bassdrum setzte ein. Schnellere Sequenzen und Schlagzeugrhythmen bauen sich auf, und trotzdem bleibt das Stück in eher ruhigen Bahnen, so dass man sich wie schwebend davonträumen kann. Vor allem das durchgängige Schlagzeug hatte eine fast hypnotische Wirkung.
Nach „Dr. Blofeld und die Waldorfschüler“ vom Erfolgsalbum „5vor12“, bei dem Aufnahmen eines Auftritts in der Dechenhöhle gezeigt wurden, unterstützte Harald Nies die Band wieder bei dem neuen Titel „The Voyage“. Die Bilder aus dem Kosmos in Verbindung mit der Musik versetzten mich gefühlsmäßig fast schon ins Planetarium. Auch „The Voyage“ beginnt ruhig und Harald steuerte wie improvisiert klingende Gitarrenläufe bei. Dann wechselten die Musiker zu Schlagzeug und flotten Sequenzen; Harald stimmte in die geänderte Art ein und das „The Voyage“ entwickelte sich zu kosmischer Größe und Weite. Ich fand den Titel musikalisch perfekt umgesetzt.
Selbstverständlich wurde noch eine Zugabe gespielt, aber zu dem Zeitpunkt war ich nicht im Saal. – Pyramid Peak sind seit vielen Jahren eine feste Größe in der EM-Szene und sicherlich für viele schon alleine Grund genug gewesen, zum EC nach Gütersloh zu kommen. Die drei Recken aus Leverkusen lieferten mit ihrem Auftritt den Beweis, dass derartige Erwartungen auch durchaus berechtigt sind und erfüllt werden.
Die Verzögerung, mit der das Pyramid-Peak-Konzert begonnen hatte, setzte sich fort, so dass „Vile Electrodes“ erst mit ca. 30 Minuten Verspätung auf die Bühne gingen. Die „Entschädigung“ erhielt das Publikum aber unmittelbar. Zum einen gab es beim Electronic Circus nämlich nie zuvor ein derart ausgefallenes Outfit einer Musikerin auf der Bühne (eng anliegender, bunter Anzug, Gummihände als Kopfputz), und zum anderen wurde uns beim EC auch bislang kein Synthpop geboten.
Vile Electrodes sind ein englisches Duo, bestehend aus Jane Caley (Tasten und Gesang) und Martin Swan (Tasten), das bei der letzten Tournee der Elektronikpop-Klassiker Orchestral Manoeuvres in the Dark (OMD) im Vorprogramm aufgetreten ist. Erstaunlich genug, dass die Männer um Hans-Hermann und Frank es geschafft haben, die beiden nach Gütersloh zu holen. Mit Sicherheit kann man es als Wagnis bezeichnen; aber es geht und ging beim EC schon immer eben auch darum, mögliche (vielleicht auch irrationale) Grenzen der musikalischen Möglichkeiten auszuloten oder zu überwinden.
Mit den Auftritten von Auto-Pilot und ganz deutlich von Vile Electrodes ist das gelungen. Beim ersten von Vile Electrodes gespielten Stück merkte man noch gar nicht, was den geneigten Hörer ungewohntes erwartet, denn das hätte auch von einer anderen aktuellen EM-Band stammen können. Vom zweiten Titel an war aber Synthpop-Party angesagt!
Es war eine interessante Erfahrung, denn das Konzert hatte etwas Seltsames: Das Publikum saß auf Stühlen, und die Musik würde ich mir eher in einer Halle vorstellen, wo die Leute sich bewegen, wo sie tanzen und „abrocken“. Dagegen werden es diese beiden Musiker vermutlich auch nicht oft erleben, dass ihnen das Publikum so ruhig und konzentriert zuhört. – Es hat halt alles seine zwei Seiten.
Wie dem auch sei, Vile Electrodes brachten ein großartiges Konzert, sehr eingängige aber nicht einfältige Songs, Jane Caley hat eine schöne Stimme, die sie auch gut zu nutzen weiß, Martin und Jane spielten mitreißend und kamen sehr sympathisch an. Auch, wenn mal nicht alles hundertprozentig klappte, als z. B. bei einem Stück die Instrumente nicht genau aufeinander abgestimmt waren, gingen die zwei professionell und humorvoll damit um. Das Publikum nahm es ihnen ohnehin nicht übel.
Der vorletzte von Vile Electrodes gespielte Titel hätte auch von OMD stammen können, so nah waren sie an deren Stil dran. Ansonsten weiß ich nicht so recht, welchen bekannten Namen ich zum Vergleich heranziehen sollte. Jane Caley und Martin Swan haben ihre eigene Richtung, und die kam beim Electronic Circus bestens an. Auch in den Tagen nach dem Festival waren Vile Electrodes in aller Munde, die Empfehlungen waren allerorten im Internet zu finden – mit Recht!
Wenn der Electronic Circus auch eine Veranstaltung ist, bei der ich immer wieder versucht bin, in Superlativen zu schreiben, versuche ich mich möglichst damit zurückzuhalten. Bei dem letzten Konzert aber kann ich gar nicht anders als dafür den Begriff SENSATION zu nehmen! Wann erlebt man es schon, Michael Rother auf der Bühne zu sehen und zu hören? Ich hatte bis zum 5. Oktober 2013 nicht das Glück, und es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass mir ein solches Glück erneut lacht.
Freilich wurde im Vorfeld die Freude ein wenig getrübt, denn das Konzert begann mit fast einer Stunde Verspätung – woran auch immer das gelegen hat; das tut nichts zur Sache. Zumindest nahm es mir die Möglichkeit, dieses unglaubliche Konzert bis zum Schluss genießen zu können.
Michael Rother, der großartige Gitarrist und Elektronikmusiker, der Teil von Kraftwerk, Neu! und Harmonia war, viele Alben unter seinem eigenen Namen veröffentlichte und mit etlichen bekannten Musikern aus dem In- und Ausland zusammen arbeitete, trat mit dem Schlagzeuger Hans Lampe beim EC in Gütersloh auf. Auch Hans Lampe ist ein „Klassiker“ (ein höchst lebendiger und agiler, wie sich zeigen sollte), aber mir sagte der Name bis dahin nichts. Es war natürlich zu erfahren, dass er Schlagzeuger bei La Düsseldorf gewesen ist, und seit der Zeit auch schon Michael Rother kennt.
Der noch immer sehr jung wirkende Michael Rother strahlte eine große Ruhe und Gelassenheit aus, was aber nicht im Konflikt mit der Spannung im Konzert stand. Spannung sah ich vom ersten Stück an vor allem in der Person Hans Lampe manifestiert. Noch nie, wirklich niemals, habe ich jemanden derart akkurat und exakt Schlagzeug spielen gesehen! Kerzengerade saß Hans Lampe hinter seinem Set und spielte höchst konzentriert seine treibenden Rhythmen. Das war absolut faszinierend. Außerdem war in seinem Spiel die musikalische Verwandtschaft zwischen den in Düsseldorf aktiven Musikern wie eben La Düsseldorf, Kraftwerk und Michael Rother deutlich hörbar.
Schon das erste Stück war typisch und unverkennbar in Stil und Sound der E-Gitarre von Michael Rother. Die Musik des Konzerts war unglaublich hypnotisch und übte einen riesigen Sog aus. Da wurde ich regelrecht hineingezogen. Vor allem ein Track (ich vermute, dass es „Neutronics 98“ war) faszinierte mich: Das Schlagzeug schnell, exakt wie eine Maschine, das ganze Stück roboterhaft. Dafür dürften die Drums nicht alleine verantwortlich gewesen sein; die Synthesizer haben sicher ihren Teil dazu beigetragen. – Diese Dinge sind es, die das Konzert von Michael Rother und Hans Lampe für mich unvergesslich machen. Und mir ist dabei durchaus klar, dass ich durch meinen „frühen“ Aufbruch wirklich etwas verpasst habe!
Wenn es mit der Einhaltung des Zeitplans beim 6. Electronic Circus zum Teil auch haperte, so meine ich doch behaupten zu dürfen, dass dieser EC derjenige war, der am meisten beeindruckte. Allein die Auswahl der auftretenden Künstler sucht ihresgleichen. Hoffen wir, dass die Weberei dem Electronic Circus noch lange erhalten bleibt. Und dass vor allem weiterhin viele Besucher kommen – denn mit vollem Saal macht das ganze gleich noch mehr Spaß!
Andreas Pawlowski
Armin Geckeler
Echt tolles Event wie jedes Mal, wer nicht dabai war hat was verpasst
Reinhard Lütkemeier
Großartiges Lineup war das. Danke für Euren Mut Auto-Pilot und Vile Electrodes einzuladen. Und danke das ich Michael Rother erleben durfte
Claudia Pawlowski
Es war klasse!
John Dylan Spooner
Thanks for a wonderful night of music, enjoyed it & the people we met there thanks. Yes a very good event made lots of new contacts for music & some new freinds too. We did not make it back to our hotel until after 4 in the morning ,so three hrs sleep before the 4 hrs trip back to Hamburg ,but it was well worth it thanks ..
Gaston Klares (Radio Ara)
Sehr interessante Konzerte, viele Bekannte und Musiker getroffen und geredet. Ich konnte auch einige neue Kontakte für meine Sendung "Silent Running" knüpfen, sowie bestehende Kontakte pflegen. Ich wünsche euch weiterhin eine erfolgreiche Zukunft. Long live EM!
Thorsten Sudler-Mainz
Herzlichen Glückwunsch an Hans-Hermann, Frank und das Team zum EC 2013!
Torsten Abel
Es freut mich sehr, dass der EC 2013 ein voller Erfolg wurde. Meine Glückwünsche an das ganze Team. Schade, dass ich aus privaten Gründen nicht dabei sein konnte, aber versprochen, nächstes Jahr sind Tina und ich wieder mit von der Partie.