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METROLAND beim Bar-Konzert im Publikum :----))))
Wur hatten die belgische Formation (ehemals ein Trio) METROLAND im vergangenen Jahr in Düsseldorf auf der "Electri_City_Conference" kennengelernt und seitdem Fan ihrer Musik. Das Duo Andy De Decker und Sven Lauwers ist stark beeinflusst durch die Musik von Kraftwerk (also ebenfalls wie BAR die "Düsseldorfer Schule"). Daher hatten wir uns im Vorfeld überlegt, wie die Kostümierung aussehen soll. Lutz hatte glücklicherweise noch zwei ausgesprochen hübsche Schaufensterpuppen auftreiben können. So war das Bühnenbild mit T-Shirts von Metroland perfekt...und die Jungs von METROLAND waren total begeistert davon. Daher also unser Outfit eben wie Kraftwerk und üblicherweise METROLAND: Eben die MENSCH MASCHINEN...
Gesprochen haben wir bei der Vorstellung der Band k e i n Wort, sondern Ulrich Schnauss sprach in einer spontanen Einlage per Vocoder die Begrüßungsworte: wir machen keine Worte, wir machen Musik. Auf denn....
Die einst dreiköpfige Band METROLAND ist aufgrund eines tragischen Unfalls nur noch zu zweit am Werke, doch im Herzen ist das verschiedene Mitglied noch immer dabei. So hat man jeden einzelnen Ton dem Soundtechniker Louis gewidmet. Diese Hommage kann man im aktuellen Album und dem Titel "Things will never sound the same again" herauslesen:
So bestand das Set auch in großen Teilen aus dem neuen Album: grandiose Rhythmus-Arithmetik und perfekt eingebundene Melodien. Das ist die Musik von METROLAND.
Uns war natürlich im Vorhinein klar, dass wir mit diesem wie auch mit dem nachfolgenden Act Künstler auf der Bühne präsentieren, die keine Vielzahl an Synthesizern und Keyboards dabei haben werden, sondern nur noch Laptops und Effektgeräte. Doch dieser Neuerung wollten wir uns auch des Zeitgeistes wegen nicht länger verschließen. Und die Band hat uns und das Publikum nicht enttäuscht.
Wie bei METROLAND üblich sind die Animationen und Videos das Salz in der Suppe. So liefen auf der Leinwand perfekt abgestimmte Bilder zu der Musik.
METROLAND sagt selbst, dass sie nur die Maschinen auf der Bühne sind, die die Geschichten hinter den Songs ausführen. Und die Videos sind so perfekt abgestimmt, dass die Grafiken und Symbole im Takt der Musik wechselten. Grandios.
KRAFTWERK Fans hatten ihre wahre Freude an der Musik, die äußerst tanzbar und überaus kraftvoll und vertraut wirkten.
Man kann METROLAND mit dieser Musik und den Animationen als ein Gesamtkunstwerk sehen. Und man kann sich sogar leiste fragen, ob das Original aus Düsseldorf nicht heute genauso klingen würde.
Zu den Schaufensterpuppen muss gesagt werden, dass das unsere Idee war. Lutz hatte sie besorgt, METROLAND war von der Idee so begeistert, dass die beiden uns gleich T-Shirts zum Überziehen gaben. So waren die beiden "Modelle" ein Teil der Show
Schade, dass sich nicht noch die Schaufensterpuppen zu dem Takt und den Melodien bewegen konnten...
Ein klasse Konzert und ein so abruptes Ende, dass der Moderator (ich bitte nachträglich um Vergebung) das Duo nicht abschließend unmittelbar nach dem Ende würdigen und verabschieden konnte.
Erst einige Momente später wurde das nachgeholt. Nochmals vielen Dank an METROLAND aus Belgien, eine tolle Performance und Lust auf mehr.
Setlist
Thalys
Les Trois Couleurs
Inner City Transport
The Manifesto
Theme For Metroland
Art And Technology
Zeppelin
The Passenger
3 Directors
Harry Beck
Machines Gone Mad
Ikone Der Moderne
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Nach einer längeren Pause betrat dann ein Künstler die Bühne, der seit vielen vielen Jahren Musik macht, über die EM Szene weit bekannt und aktuell auch Mitglied von Tangerine Dream ist: ULRICH SCHNAUSS.
Wir wollten Ulrich schon seit Jahren auf der Bühne präsentieren, in diesem Jahr hat es endlich geklappt. Als Kostüm wählte ich einen regelrechte Rauschebart....
Und dann ging es mit Ulrich Schnauss los, der in Kürze sein neues Album präsentieren will (mittlerweile erschienen: No further ahead than today") und daraus natürlich einiges vorstellen wollte.
Ulrich Schnauss macht seit über 20 Jahre Musik, ist gleichsam Musiker und Produzent. Seine Remixe u.a. für Coldplay, Depeche Mode, Sia, Pet Shop Boys und Mojave 3 machten ihn zu einem sehr gefragten Produzenten.
Die Musik von Ulrich ist einnehmend und fesselnd. Sie liegt zwischen Ambient, Electronica, Shoegaze und Indietronic. Das Musikmagazin POP Matters bezeichnet seine Musik "als einen Schritt nach vorn für die elektronische Musik".
Stets relativ abgedunkelt lässt er bei Konzerten eine herausragenden Videos und Animationen zu seiner Musik wirken. Er selbst möchte sich eher dezent im Hintergrund halten.
Er selbst sieht seine Musik als einen Ausstieg aus der Realität und der Sinnhaftigkeit einer Rückkehr in die Realität. Seit seinem Debutalbum im Jahre 2001 "Far away trains passing by" veröffentlicht er regelmäßig qualitativ hochwertige Alben auch in Kollaborationen.
Leider konnte er auf dem ELECTRONIC CIRCUS Festival nicht wie gewohnt mit Nat Urazmetova (Visuals) auftreten, die leider verhindert war.
Ein fantastisches Foto, das zeigt, wie berauschend Bilder wirken können.
Leider war die Lautstärke zu Beginn für so manchen Besucher etwas zu gewagt, so dass sie doch leicht reduziert werden musste.
In manchen Teilen erinnert seine Musik auch an Tangerine Dream, was natürlich kein Zufall ist.
Das Konzert bestand aus einen kompletten Set, so wie man es von ihm auch gewohnt ist. Perfekte Bilderuntermalung unterstrichen eine faszinierende Atmosphäre. Und diesen Bilderfluten kann man sich nicht entziehen, bleibt der Musiker doch wie gesagt eher im Hintergrund und lässt Bilder und Musik für sich sprechen.
Ulrich bedient während seiner Musik Ableton Software, die es ihm ermöglicht, on the spot (also spontan) neue Arrangements von fertigen Stücken während des Konzertes zu erstellen. Das macht das Ganze extrem faszinierend.
So enthielt sein Set unterschiedlichste Sounds, Strukturen, Rhythmen und Harmonien. Und wie man es auch von ihm gewohnt ist: inmitten eines verträumten hypnotischen Stückes erfolgt ein abruptes Ende mit neuen und anderen Klangfarben und Rhythmus.
Das ist so hypnotisch, dass man sich seiner Musik nicht entziehen möchte und kann.
Durchaus können auch technoide Rhythmen dazu kommen. So stampfte minutenlang ein Beat durch den Konzertsaal, passend zu einer Bahnfahrt als Video. Grandios und unnachahmlich.
In seinem fast 90 minütigen Set gab es viele Rhythmus- und Melodiewechsel, immer fesselnd und hochqualitativ. Ein Füllhorn an Abwechslung und Ideen.
Die geforderte Zugabe hielt sich Ulrich dann für seinen Kurzauftritt beim nachfolgenden Konzert von H.J. Roedelius auf.
Wer diesen hochkarätigen Musiker noch nie live erlebt hat, sollte dies schleunigst nachholen.
Danke Ulrich für einen grandiosen Auftritt.
Setlist
Love Grows Out Of Thin Air
Melts Into Air
No Further Ahead Than Today
Shadow And Sun (TD)
Untitled Sketch For TD’s ‘Quantum Gate’
A Ritual In Time And Death
Wait For Me
New Day Starts At Dawn
Illusory Sun
The Magic In You
Thoughtless Motion
Genesis Of Precious Thoughts (TD)